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Die falsche Ecke

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Die falsche Ecke

Ardugi vergibt eine riesige Torchance und lernt, dass Fehler und Niederlagen zum Fussball dazugehören.

Hoi zäme, euer Ardugi! Im Sport ist es wichtig, nicht nur über die grossen Siege zu reden, sondern auch mal ehrlich über die Momente zu sprechen, in denen es nicht klappt. Denn auch das gehört dazu. Es war das grosse Halbfinalspiel der Waldmeisterschaft gegen die Wildkatzen. Sie waren extrem flink und spielten ein hervorragendes Passspiel. Obwohl Bruno im Goal über sich hinauswuchs und jeden unhaltbaren Ball parierte, stand es bis kurz vor Schluss immer noch 0:0. Dann die Riesenchance: Ein Abwehrspieler der Wildkatzen verschätzte sich und der Ball kullerte frei vor mir her. Ich sprintete los, der Goali war bereits geschlagen, ich musste den Ball nur noch ins leere Gool schieben. "Das ist der Sieg!", dachte ich, nahm all meine Kraft zusammen, schloss die Augen und zog ab... Doch ich traf den Ball mit der falschen Ecke meines Fusses. Er rutschte mir über den Rist und flog im hohen Bogen weit über das Gool hinweg in die Äste einer alten Eiche. Im direkten Gegenzug konterten uns die Wildkatzen eiskalt aus und schossen das 1:0. Direkt danach kam der Schlusspfiff. Wir waren ausgeschieden. Ich sank auf die Knie. Tränen stiegen mir in die Augen. Ich fühlte mich schrecklich und dachte, ich hätte das ganze Team im Stich gelassen. Als ich mit hängendem Kopf vom Platz schleichen wollte, spürte ich eine grosse, warme Tatze auf meiner Schulter. Es war Bruno. "Kopf hoch, kleiner Captain", brummte er gutmütig. "Aber ich habe das sicherste Tor des Turniers vergeben!", rief ich bitterenttäuscht. "Na und?", meinte Hoppel und grinste. "Ich bin heute dreimal am Ball vorbeigesprungen. Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen!" Das war die wichtigste Lektion dieses Tages. Kein Spieler der Welt spielt immer fehlerfrei – nicht einmal die absoluten Profis. Fehler sind dazu da, um aus ihnen zu lernen und noch enger zusammenzurücken. Beim nächsten Training haben wir noch härter geübt. Mund abwischen, weiterarbeiten und beim nächsten Mal wieder alles geben! Darauf ein dreifaches: Hopp Arduga!

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